Zum Auftaktspiel haben sich zwei Debütanten das Stelldichein gegeben. Jeder der Kontrahenten hatte sich den 3-Punkteeinstrich zum Saisonbeginn wohl auf die Stirn gemalt und jeder hatte wohl eine Halbzeit für sich genutzt, sich hier entsprechend zu profilieren, als Gast stand demnach dem Club Raffelberg die erste Halbzeit zu.

Auf jeden Fall setzte sich der CR in der erste Halbzeit stark in Szene; nicht nur Feldüberlegenheit, auch Spielanteile und Torausbeute waren Lohn dieses Mannschaftseinsatzes. Zwar konnten nicht alle Torchancen genutzt werden, aber die zweite Halbzeit versprach ja einiges… – sollte es so weitergehen!
Doch es kam anders, man begann etwas unsicherer auf das weitere forsche Auftreten der Gastgeber, hatte man wohl zu sehr darauf gehofft, dass das kurz vor der Halbzeit noch herrlich heraus gespielte Tor zum 0:2 den Gegner zermürbt – doch nur wer aufgibt, hat schon verloren und dies taten die Rissener Herren wahrlich nicht!
Es fehlt wahrscheinlich noch genug 2.-Bundesliga-Routine um auch einen solchen Spielstand dann unbeschadet nach Hause zu bringen, aber auch solche Spiele können lehrreich sein, wenn dies in der Auswertung auf entsprechende An- und Aufnahme bei den Spielern stößt, aber auch wenn der Zeitraum der „Lehre“ nicht zu sehr in die Länge gezogen wird – denn viel Zeit bleibt der Mannschaft kaum!
Trotzdem muss man sagen, dass sich unsere Mannschaft nach einer tadellosen ersten Halbzeit auch in der zweiten Hälfte sehr verdient im Spiel gezeigt hat, eben nur ohne Erfolg, wohl wissend um den vermeintlichen Vorsprung zweier Tore. Viele Angriffe endeten zumeist im/am Viertelkreis des Gegners ohne effizient genug genutzt zu werden. Hinzu kam vermehrt Nervosität hinzu, die sich allmählich auf den größeren Teil der Mannschaft auszubreiten schien – ihrer Herr zu werden ist wohl der Mannschaft in der 2. Hälfte (trotz einer in Anspruch genommenen Auszeit) dann nicht genügend geglückt, was sich dann in der allg. Stimmung auf die Mannschaft niederlegte!
Auch konnten am heutigen Tage die Ecken nicht alle so umgesetzt werden, denn dann hätte alleine nach dem Eckenverhältnis das Spiel sehr eindeutig ausgesehen, doch wir schafften es heute kaum, all diese in wohlklingenden Torechancen zu verwandeln! Anders als die Gastgeber des Rissener SV, die alleine in der 2. Hälfte zwei Standards umwandeln und so letztendlich mit einem Ergebnis von 3:2 die möglichen 3 Punkte für sich einfahren konnten.
Eine kleine Unverständlichkeit war jedoch allen Zuschauern anzumerken: warum ist es Schiedsrichtern nicht erlaubt, ein Spiel zu unterbrechen, selbst dann nicht, wenn eine entsprechende Verletzung (Mittelfußbruch) sichtbar vorzuliegen scheint, auch wenn wohl für die Schiedsrichter selbst anscheinend kein direkt sichtbares Foul (Stockschlagen) vorgelegen haben mag. Doch nur Achselzucken selbiger und eben warten, bis alle Spieler die Situation bemerkt haben und bis der Ball mal im Aus ist (was ja auch Minuten dauern kann), noch dazu, wenn keine direkte Angriffssituation mit „direktem“ Angriff aufs Tor (in diesem Falle noch in der gegenüberliegenden Spielhälfte) vorzuliegen scheint – lässt unweigerlich Befremden aufkommen, wenn Spielegoismen der Sportlergesundheit in den Vorschriftenklauseln vorangestellt sind – doch leider scheint es genau so zu sein, oder wird so praktiziert!
Ein verlorenes Spiel ist noch lange kein Abstieg, das sollte jeder hier bedenken und in den weiteren Spielen zeigen, mit welcher Einstellung der CR aufgestiegen ist, auch wenn die folgenden Spiele – diese Situation umzukehren – nicht gerade einfacher erscheinen lassen!
Der Auftritt war nicht schlecht, die erste Halbzeit sogar sehr überzeugend, das Ergebnis jedoch nicht gerade förderlich, aber es war auch das erste Spiel – noch dazu ein Auswärtsspiel!
Die nachträgliche Spielereinstellung lässt auch weiterhin hoffen und somit freuen wir uns alle auf die 2 Heimspiele am kommenden Wochenende gegen Marienthaler THC und Großflottbeker THGC.