Das zweite Spiel des Doppelwochenendes brachte den Großflottbeker THGC auf die Raffelberger Sportanlage. Der Großflottbeker THGC gilt als ein hocheinzuschätzender Gegner, doch gerade hieran will man sich messen und auch als Newcomer nicht klein beigeben und zeigen – bzw. selber sehen – wo die Mannschaft vom Club Raffelberg anzusiedeln ist.
Nach drei absolvierten Spielen kann man dann ein kleines Resümee ziehen, auch bei diesem Spiel – wie bei den vorausgegangenen – war Spielfreude und viel Engagement zu erkennen.

Der Lohn dieses Spieleinsatzes sollte sich auch hier vor einem ansehnlichen Publikum auszahlen. Recht früh konnten die Raffelberger Akzente setzen und sogar mit einem 1:0 nach einigen schönen Anläufen in Führung gehen. Auch eine gewisse Feldüberlegenheit war hier den Raffelbergern zuteil. Das schnelle Spiel gefiel nicht nur dem Publikum, auch konnten die Raffelberger zum Ende der ersten Halbzeit noch zum verdienten 2:0 erhöhen. Eine Halbzeit, in der die Raffelberger Mannschaft – selbst nicht in Bestbesetzung – wieder einmal zeigen konnte, dass sie wunderbares Hockey zu spielen in der Lage ist!
Ähnliches zeigten bereits auch die zwei vorangegangenen Spiele. Die erste Halbzeit gehörte den Raffelbergern, die als Bundesligadebütant hier jeweils mit 2:0 gegen Rissen, 3:0 gegen Marienthal und heute mit einem 2:0 gegen die Großflottbeker ihr spielerisches Vermögen auf dem Platz umsetzen konnten und sogar bei allen drei Partien dominierten.
Die Zuschauer versprachen sich also einiges heute von der zweiten Spielhälfte, denn irgendwann wird ja auch mal der Gebeutelste begreifen, dass so ein Spiel über 70 Minuten geht und nicht nur aus einer Spielhälfte besteht.
Die zweite Halbzeit begann und noch in der ersten Minute gelang dem Großflottbeker THGC der Anschlusstreffer zum 2:1. Die Raffelberger wurden zu diesem Zeitpunkt einfach überrannt – das kann passieren. Was aber die Raffelberger daraus machten, war schon stark, sie konterten und stellten nach kurzer Zeit den Halbzeitstand wieder her, als sie mit 3:1 dann wieder für einen 2-Toreabstand sorgten! Das war nach dem Malheur in der 51. Minute ein starkes Aufbäumen und sollte wohl ein Zeichen setzen, wer hier auf dem Platz das Sagen hatte!
Doch was danach kam, war kaum mehr zu beschreiben, wiedermal der Einbruch der Raffelberger in der zweiten Spielhälfe und wieder wird alles, was sich zuvor hart erarbeitet wurde, auf’s Spiel gesetzt. Die Pässe kamen seltener, der Spielfluss wurde stockender und Fehler um Fehler dirigierten nun das Spiel der Raffelberger. Das Spiel wurde noch härter, als es schon war und das bekamen auch die Schiries bis zum Schluss nicht mehr ganz in Griff, auch wenn sie sich hierum sehr bemüht zeigten! Bei den einen war’s wohl eher aus Frust, bei den anderen wohl auch nun gesteigerter Siegeswillen – den die Großflottbeker auch aus geballter Brust – „…dann können wir hier siegen!!!“ – laut ausriefen und sich und die Mannschaft so aufputschten!
Es sollte kommen, was kommen musste: innerhalb kürzester Zeit konnten die Großflottbeker das Spiel drehen und mit den Toren 3:2 und 3:3 sowie nach einer kleinen Unterbrechung und Auszeit der Raffelberger zum 3:4 und 3:5 das Spiel entscheiden!
Was blieb, war dann doch ein fader Nachgeschmack, zwar hatte man von vornherein sich von einer Begegnung mit dem 1.-Liga-Absteiger Großflottbeker THGC keinen Punktereigen versprochen, doch wenn man den Gegner wieder einmal so souverän im Griff hat, ist es nicht nur eine verdammte Klatsche, die sich hier die Raffelberger selbst eingebrockt haben, sondern sollte auf jeden Fall die Frage aufwerfen, was geschieht mit der Raffelberger Mannschaft, wenn sie sich auf der Gewinnerstraße sieht – steckt sie dann einfach auf? Letzteres wäre dann keine Reifeleistung für eine 2.-Bundesligamannschaft! Es sollte hier auch nicht nur bei der Frage der 2. Halbzeit belassen werden, es muss schon schleunigst die passende Antwort gefunden werden
Dass die CR-Mannschaft spielen kann beweisen die ersten Spielhalbzeiten, dass sie auch 70 Minuten mit Vollgas durchhalten kann, hat sie im Aufstiegsspiel bewiesen, also auf Jungens, noch ist es Zeit, die 3 Punkte auszubauen und den Erhalt in dieser Liga zu festigen!
Auf Jungs, die Saison hat doch gerade erst begonnen!