Das Spitzenduell in der 2.Bundesliga fand bei herrlichstem Herbstwetter auf der Clubanlage Raffelberg statt. Die Stimmung im Vorfeld war einfach nur fantastisch, die Zuschauerzahl entsprach den gesetzten Erwartungen und konnte nicht nur die Sonnentribüne, sondern auch die Terrassenseite des Clubhauses gut füllen.

Nichts schien der Begegnung mehr im Wege zu stehen, außer die Zeit bis zum Anpfiff. Viele Kinder waren vor allem auch hier, um sich von den Nationalspielern Autogramme zu besorgen. Also alles in allem eine frohe Stimmung hier am Raffelberg und jeder erwartete ein sportliches Aufeinandertreffen der Tabellenspitze.
Direkt schon zu Spielbeginn, kurz nach Anpfiff, entfaltete sich der Raffelberger Sturm und nur der Glücksgott der Kölner vermochte eine Raffelberger Führung zu verhindern!
Doch Gleiches widerfuhr der Raffelberger Crew in den nächsten Minuten, sie nämlich schien der Glücksgott nun total verlassen zu haben. Zeitweise bekam man den Eindruck, als ob in den kommenden Minuten unsere Mannschaft Eintrittskarten für die Zuschauerkulisse gelöst hätten, denn das Mitspiel wurde arg vermisst!
So stand es innerhalb kürzester Zeit bereits 0:4 für die Rot-Weißen! Eine direkt nach dem 4. Tor in Anspruch genommene Auszeit ließ die Raffelberger Truppe jedoch aus ihrem Tiefschlaf erwachen und ab diesem Zeitpunkt begann das eigentliche Hockeyspiel.
So zeigte ab diesem Moment nicht nur der Torwart vollen Einsatz, sondern die ganze Mannschaft wirkte wie ausgewechselt, als wolle sie das Geschehene ausradieren! Sie konnten nun nicht nur den Sturm der Kölner oft genug bremsen, sie kamen von nun an auch so oft vor und in den Kölner Strafraum, dass sie sogar zur Halbzeit mit einem 2:5 aufwarten konnten.
Beide Seiten schienen hoch motiviert auch in die 2. Halbzeit zu gehen und auch bis zum Ende sich nichts zu schenken; jede andere Vermutung würde die zunehmenden Wutausbrüche der Kölner Nationalspieler zunichte machen!
Doch scheinbar besitzen Nationalspieler nicht nur eine gewisse Arroganz, sondern auch Diplomatenstatus, denn nichts, egal was auch geschah, schien Konsequenzen zu haben, welche ein derart unsportliches Verhalten (2x Schläger schmeißen und 1x Ball mehr als nur provokant nach Abpfiff noch hoch vom Platz zu schießen, um nur mal einige Verhaltensauszüge an dieser Stelle zu nennen!) in die Schranken zu weisen vermochte oder diese etwa auch nur im Ansatz zu ahnden!
Schade… nicht wegen des Spielergebnisses, aber Fairness und Sportlerehre wären dann gerettet gewesen!
So war das Spiel manchmal etwas ruppig, allerdings auch insgesamt ein tolles kämpferisches Spiel, vor allem vor dem Hintergrund, dass es der Club Raffelberg geschafft hat, diesem Kölner Team derartig die „Bude“ zuzuschießen, wie sie in der bisher absolvierten Saison überhaut gerade mal an Toren kassiert hatten.
Aus dieser Sicht bekommt dieses Match noch einen ganz anderen Aspekt, denn der Kapitän der Raffelberger hat eine Wette verloren, die er nun mit der Frische des Herbstes und der Kühle des Duisburger Hafenbeckens bezahlen muss und das nicht zu knapp, denn für jedes geschossene Tor mehr – ab Null(!!!) – wurde die zu schwimmende Distanz erweitert ( jetzt wohl nicht mehr quer, sondern schon der Länge nach 🙂 ). An dieser Stelle sei verkündet, dass ich mich über die ganz besondere Art von Reportage in der nächsten Zeit freue! Um dir jedoch die Kälte schon jetzt etwas erträglicher zu machen, spendiere ich am Ziel deiner „Hafenrundfahrt“ ein Fässchen – denn Alkohol soll ja auch wärmen und verdient hasse es dir dann auch!!!

In diesem Sinne, Jungs: ihr habt ein TOP Spiel gemacht (die erste 1/4Stunde sei vergessen), weiter so!