Beim heutigen letzten Bundesligaspiel der Hinrunde sollte weniger das Spiel selbst – welches der Club Raffelberg mit 3:7 (0:4) für sich entschied – im Vordergrund stehen als die gesamte Hinrunde! Ein vorzeitiges Resümee liegt an, die Rückrunde wird dann weiteres aufzeigen.
Das heutige Spiel war ein Spiegelbild der ganzen Saison – mit Ausnahme eines einzigen Ausrutschers (Rheydt)!

Die Saison über zeigte sich uns allen jedoch ein neues Phänomen dieser Mannschaft, das Einknicken bei Spielüberlegenheit! Dies ist jedoch kaum mit fehlender Kondition – wie noch zu Zeiten der Regionalliga leider nur allzuoft – zu begründen, dafür gibt’s mehr als nur sich aufdrängende Vermutungen. Es gab auch 2. Halbzeiten, wo sich die Mannschaft aufraffte, wenn sie sich nicht in der Führungsspur sah.

Dieser Einbruch ansonsten trat auch fast immer plötzlich zu Beginn der 2. Halbzeit ein, wenn wir, wie ja auch oft genug, bis zum Ende der 1. Halbzeit ein einträgliches Tor-Ergebnis einfuhren. Die Gegentore fielen fast immer recht schnell – und das nicht selten nur in Maßen – nach der Pause, oft genug konnten wir uns dann noch einmal aufraffen, doch nicht immer reichte es noch zum Sieg! Eine Kopfsache also, die bis zur Rückrunde wohl gefestigt werden wird, um die derzeitige Richtungsvorgabe – Klassenerhalt in der 2. Bundesliga – zu erreichen, wobei die Vorlage von 15 Punkten, gesehen zu den drei Letztplatzierten mit je 9/6/6 Punkten, ein akzeptabler Grund zur Erfüllung dieser Vorgabe sein dürfte!
Die Frage stellt sich dann: ist die Mannschaft etwa noch zu jung, um begreifen zu können, dass Überlegenheit in der 1. Spielhälfte nicht gleich den Gewinn der 2. Hälfte sicher stellt? Oder auch: ist sie gewappnet genug, wenn der Gegner sein bisheriges Konzept umstellt und plötzlich massivsten Druck ausübt?
Rheydt war sicher eine Ausnahme in Bezug auf Spielverlauf und Torausbeute, doch bei anderen Spielen zeigte sich, dass bei Rückständen (Hannover78) hervorragend gefightet werden kann. Rot-Weiß Köln dient hier als beispielhaft – denn 4 von 8 Treffern erzielte Köln innerhalb der ersten ¼ Stunde in einer Art Überrumpelung, dann erst begann man sich aufzubäumen und eben nicht aufzugeben – und zwar bis zum Schlusspfiff – und erreichte ein mehr als nur akzeptables 5:8 – da kann man nicht von Konditionsverlust reden und Rheydt war kaum was anderes als die „Kopfeinstellung“ einer „2. Halbzeit“! In sechs von 9 Spielen führte der CR überlegen mit mindestens 2-4 Toren in der 1. Halbzeit ohne jegliches Gegentor – und das als Newcomer!
Genau Letzteres gibt wohl die Antwort: ‚Newcomer‘, wir sind einfach noch zu jung und zu frisch in dieser Liga um alle Kopfsituationen bravorös sofort zu meistern – aber gut zu wissen, dass wir es schon mal mit dem Hockeyspielen aufnehmen können!
Also auf ein Neues, Batti, Oli, Steve, Marwin, Paddy, Falk, Hauke, Max, Dennis, Tim, Martin, Lutz, Arntje, Ivo, Volki, Frank, Martin, Marius und Christian, die Rückrunde ist zwar kein Zuckerschlecken und erst Recht keine Routine, aber ihr habt ja nun ’ne Auszeit, verbunden mit Rückblick auf positives Hockeyspiel, um auch im Kopf die nötige Verfassung aufzubauen, wenigstens schon mal im Ansatz – denn ihr seid ja „EIN TEAM“!

Viel Glück, ihr schafft das schon!

Danach gings dann so weiter:

Spielgewinn, Hinrunde, 99Cent, Inderabschied, Geburtstag,

… fünf Gründe, ´ne anständige Party vom zaune zu brechen!